Johannes Liss  Diplom-Psychologe
-Klinischer Psychologe BDP-  •  Psychotherapeut

 
 

 

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Nachrichten 

Diese Praxis bleibt trotz Honorarkürzung wegen Nichtinstallation Telematik-frei

Begründung aus der Petition von www.gesundheitsdaten-in-gefahr.de:

Alle Ärzte, Psychotherapeuten, Apotheker und Krankenhäuser in Deutschland sind verpflichtet, sich über die TI miteinander zu vernetzen. Sämtliche Diagnosen und Patientendaten aller gesetzlich Versicherten sollen in elektronischen Patientenakten auf zentralen Servern privater Betreiber außerhalb der Praxen gespeichert werden. Die Daten sind bereits als Rohmaterial für Forschungszwecke vorgesehen.

Patientendaten, Diagnosen und Befunde sind jedoch besonders sensibel und schützenswert. Daten auf zentralen Servern können gehackt, veröffentlicht, missbraucht, verändert und gelöscht werden. Eine zentrale Speicherung der Daten ermöglicht zudem eine komplette Kontrolle von Patienten und Ärzten. Kein Arzt (oder Psychotherapeut J.L.) wird für die Einhaltung des Datenschutzes einmal freigegebener Daten garantieren können.

Die Schweigepflicht ist in Gefahr!

Die Entwicklung der TI hat über 2 Milliarden Euro gekostet, bisher ohne erkennbaren Nutzen für die Gesundheit der Patienten. Bisher profitieren davon ausschließlich IT-, Telekommunikations- und Beratungsfirmen. Das Geld fehlt dafür in der Patientenversorgung. Etwa alle drei bis fünf Jahre wird die Hardware zu ersetzen sein. Das bedeutet weitere Kosten für das Gesundheitswesen, finanziert aus Beiträgen der Versicherten.

Zahlreiche Ärzte und Psychotherapeuten haben diese Aspekte und Risiken abgeschätzt und sich bewusst gegen eine Anbindung an die TI entschieden. Obwohl sie verantwortungsvoll handeln, werden sie vom Gesetzgeber mit Honorarabzügen bestraft. Weitere Sanktionen bis zum Entzug der Kassenzulassung wurden bereits angedroht.

Echte Fortschritte durch Digitalisierung in der Medizin sind zu begrüßen. Eine sichere Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten sowie von Ärzten und Psychotherapeuten untereinander ist wünschenswert.

Die TI in der derzeitigen Form, eine zentrale Datenspeicherung sämtlicher Patientendaten sowie ein Druck oder Zwang zur Nutzung und Installation von TI und ePA sind jedoch abzulehnen.

Das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt bzw. Psychotherapeut und Patient sowie die Vertraulichkeit sensibler Patientendaten sind unveräußerlich!

Die Petition können Sie nach Freischaltung unterschreiben (externer Link).

 

 

Nachrichten 

 

Nachrichten 

Pressemitteilung des DPtV  vom 17. August 2017

Statistischen Bundesamtes zur Einkommenssituation von Ärzten und Psychotherapeuten

Krasse Unterschiede: Psychotherapeuten-Einkommen nur ein Drittel des Ärzte-Einkommens

Berlin, 17. August 2017. Ärzte verdienen nach der jüngsten Erhebung des Statistischen Bundesamtes drei bis viermal soviel wie Psychotherapeuten - und das bei vergleichbarer Arbeitszeit. Psychotherapeuten erzielen einen Reinertrag, also Umsatz abzüglich Kosten, in Höhe von 70.600 Euro, Ärzte hingegen im Durchschnitt 258.000 Euro. „Das liegt insbesondere an den geringen Einnahmen durch die Behandlung gesetzlich versicherter Patienten. Seit mehr als 15 Jahren kämpfen die Psychotherapeuten deshalb vor den Gerichten um mehr Gerechtigkeit bei der Honorarverteilung der Kassenärztlichen Vereinigungen. Zum anderen sind die Einnahmen der Psychotherapeuten durch Privatbehandlungen sehr gering. Die Behandlung von Privatpatienten wird kaum höher vergütet als die Behandlung von gesetzlich Versicherten,” betont die Bundesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), Dipl.-Psych. Barbara Lubisch bei einer ersten Einschätzung der vom statistischen Bundesamt vorgelegten Zahlen.

In regelmäßigen Abständen erhebt das Statistische Bundesamt Einkommens- und Kostendaten niedergelassener Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten. Die jetzt vorliegenden Zahlen für 2015 beweisen erneut, dass Psychotherapeuten bei der ärztlichen Honorarverteilung weit abgeschlagen am unteren Ende der Einkommensskala stehen und dies trotz ähnlicher Arbeitszeiten. Nach der jüngsten Erhebung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) arbeiten Psychotherapeuten im Durchschnitt 45 Stunden pro Woche in der Praxis, Ärzte 51 Stunden.

Die Zahlen zeigen auch, dass die Benachteiligung immer mehr zunimmt: Seit der Erhebung des Statistischen Bundesamtes 2011 haben die somatisch tätigen Arztgruppen durch die jährlichen regionalen Honorarverhandlungen deutlich mehr zugelegt als die Psychotherapeuten. Die Kluft zwischen den Einkommen der Ärzte und der Psychotherapeuten wird immer größer. Psychotherapeuten können bei Inflationsraten von jährlich ein bis zwei Prozent nur durch Einschränkungen der Praxiskosten, der privaten Lebensführung und der Altersvorsorge über die Runden kommen. Auch die Anstellung von Praxispersonal ist mit diesen Einkommen kaum möglich.

Das Bundessozialgericht hat seit 1999 immer wieder entschieden, dass der Bewertungsausschuss aus Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen die Einkommensentwicklung der Psychotherapeuten in regelmäßigen Abständen an die der Ärzte anpassen muss. Dieser Auflage ist der Bewertungsausschuss seit 2008 nicht mehr nachgekommen. „Hier wird geltendes Recht einfach ignoriert. Die nächste Bundesregierung muss mit einer gesetzlichen Klarstellung den Bewertungsausschuss verpflichten, die Psychotherapie im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung so zu vergüten, dass Psychotherapeuten bei gleichem Arbeitseinsatz dasselbe verdienen können wie Ärzte der somatischen Medizin“, fordert Lubisch.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

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